Willkommen beim NABU Ganderkesee

Für Mensch und Natur

"Insektensommer" Zählaktion vom 04. bis 13. Juni

Streckenverlauf "Birdrace" am 8. Mai 2021

von links: Dr. Manfred Kunterding, Volker Kropik, Marten von Seggern. Horst Himmelskamp, Heiko Ackermann.

Foto: Hans Fingerhut

 

 

Am vergangenen Samstag fand mit bundesweit insgesamt 2.610 Teilnehmern in 882 Teams und einer gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnender Steigerung um fast 300 Gruppen die Veranstaltung zum Birdrace 2021 statt, bei der in Gemeinden und Landkreisen begeisterte Vogelbeobachter die Vielfalt in den einzelnen Regionen erkundeten und dokumentierten. In der Zeit von 5 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends wurden in Deutschland 355 verschiedene Vogelarten beobachtet.

 

In Ganderkesee hatten die Vereine Fuhrenkamp-Schutzverein, NABU-Ortsgruppe Ganderkesee und die Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs für die auch als "Tag der Vogelartenvielfalt" bekannte Veranstaltung das gemeinsame Team Ganter gesehen zusammen-gestellt. 

Dieses hat am Veranstaltungstag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang die Vielfalt der Vogelwelt in der Gemeinde Ganderkesee dokumentiert und dabei 95 Vogelarten entdeckt. Dazu Fuhrenkamp-Organisator Horst Himmelskamp „Da wir aus ökologischen Gründen ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs waren, haben wir mit Sicherheit nicht jede Vogelart aufgespürt, trotzdem war es eine einmalige Erfahrung bei wirklich günstigem trockenem Wetter mit wenig Wind einmal die Vielfalt der heimischen Vogelwelt zu erkunden. Auch wenn sich das Team Ganter gesehen in Corona bedingt drei Gruppen aufteilen musste, sind wir quasi in fast jede Ecke des 380 km2 großen Gemeindegebiets vorgestoßen.

 

Auf getrennten Routen haben die drei Teilteams Vogelarten notiert und am Ende des Tages die Ergebnisse zu einem Gemeindeergebnis des "Teams Ganter gesehen" an die Organisatoren gemeldet.

 

Das Team Nord von Ganter, bestehend aus Heiko Ackermann

(Hasbruch-Gesellschaft) und Marten von Seggern (NABU-Ortsgruppe), welches nördlich der A28 unterwegs war, konnte auf seiner Tour insgesamt 82 teilweise ganz besondere Arten sichten. Heiko Ackermann „Angefangen von der Gebirgsstelze an der Elmeloher Wassermühle und den anderen wasserliebenden Arten an der Welse ging es durch das landwirtschaftlich geprägte Gebiet zwischen Almsloh und Grüppenbühren, wo unter anderem die ersten Schwalben flogen und Arten wie der Gartenrotschwanz und die Dorngrasmücke ihren Gesang angestimmt hatten“. Nach dem Durchqueren des Hasbruchs unter anderem mit dem Waldlaubsänger führte der weitere Weg das Team über Hohenböken zum Sielingsee und ins Hohenbökener Moor, wo es zum Teil völlig unerwartete Begegnungen mit Steinschmätzern, Schwarz- und Blaukehlchen sowie einem Flussuferläufer gab. Besonders freuten sich die Vogelsucher dort über die gerade aus dem Winterquartier heimgekehrten Wachteln.

 

Eine große Ernüchterung folgte anschließend an üblicher Weise artenreichen Sannauer Helmer, um den die aktuell Richtung Norden durchziehenden Vögel angesichts der auch am Wochenende laufenden Bauarbeiten für die Windräder anscheinend einen großen Bogen machen. 

Am Nachmittag konnten der Tagesliste noch etliche Arten unter anderem am Tonstich in Rethorn und im Stenumer Holz hinzugefügt werden. Wie zuvor vorausgesagt waren im Nordbereich der Gemeinde einige Arten wie Gelbspötter und Wespenbussard noch nicht an ihre Vorjahresstandorte zurückgekehrt.

 

Das Teilteam welches südlich der A28 auf Tour war, war mit insgesamt

72 Arten ebenfalls sehr erfolgreich. Hier konnten Horst Himmelskamp, Dr. Manfred Kunterding (beide Fuhrenkamp-Schutzverein) und Volker Kropik (NABU-Ortsgruppe) unter anderem die im Bereich der Geest vorkommenden Baumpieper und eine Rohrweihe, eine eher seltene Greifvogelart beobachten. Mit viel Glück konnten in den großen landwirtschaftlichen Nutzflächen noch einige der mittlerweile selten zu beobachteten Rebhühner verzeichnet werden; dagegen wurde im gesamten Südbereich im Unterschied zum Norden kein einziger der aktuell eigentlich schon brütenden Kiebitze gesichtet.

 

Im äußersten Gemeindesüden jenseits der B213 waren am Ende des Tages drei singende Nachtigallen das einmalige Highlight und der krönende Abschluss des Tages.

 

Das Fazit der im Team Ganter Naturschutzvereine des Gemeindegebiets zu der Veranstaltung fällt extrem positiv aus. 

Michael Müller vom Fuhrenkamp-Schutzverein spricht sich für eine Fortsetzung der Aktion im nächsten Jahr aus. „Auch wenn eine Schnelltour durch die Gemeinde keinen wissenschaftlichen Anspruch auf Vollständigkeit erfüllt, wird durch so eine Aktion bei unseren Mitgliedern die Motivation für die weitere praktische Naturschutzarbeit sehr gefördert.

 

NABU-Vorsitzender Hans Fingerhut ergänzt „Viele Mitglieder haben bei uns mit dem Team mitgefiebert und schon Anfragen zu den Artenlisten gestellt. Auf unserer Homepage haben wir einen kleinen Videobeitrag zur Nordtour eingestellt. Arten wie die Nachtigall finden teilweise in wenigen hundert Quadratmeter großen Arealen geeignete Lebensräume, hier müssen wir dringend auf die Erhaltung solch wertvoller Biotope zur Erhaltung der Artenvielfalt achten“.

 

Heiko Ackermann stellt für die Hasbruch-Gesellschaft fest, dass die vielfältigen Lebensräume im Gemeindegebiet zu dem herausragenden Ergebnis beigetragen haben. Neben den vogelreichen Waldgebieten finden sich die Problemarten aber eher an Waldrändern und im landwirtschaftlich genutzten Bereich. Mehr als 10 der beobachteten Vogelarten finden nach den letzten vorliegenden Erhebungen zum Brutvogelbestand in der Gemeinde Ganderkesee keine geeigneten Brutmöglichkeiten und müssen auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Familiengründung leider weiterziehen.

 

 

 

Birdrace am Samstag, 08. Mai 2021

Am kommenden Samstag machen Vogelkundler vom Fuhrenkamp-Schutzverein, der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs und der NABU Ortsgruppe Ganderkesee mit beim Bundesweiten Birdrace und tragen vom Sonnenauf- bis Sonnenuntergang die Vielfalt der Vogelwelt in der Gemeinde Ganderkesee zusammen.

Leinenpflicht für Hunde auch in 2021

Immer wieder erhält der NABU Ganderkesee Anrufe besorgter Bürger, die mitteilen, dass sich immer noch nicht alle Hundebesitzer an die Anleinpflicht für Hunde halten.

 

Der NABU Ganderkesee macht daher alle Hundehalter nochmals auf die Beachtung der Anleinpflicht, die mit Beginn der Brut- und Setzzeit ab dem 01. April für Hunde beginnt, aufmerksam.

 

Aus diesem Anlass werden, wie bereits im letzten Jahr, auch in diesem Jahr vom NABU Ganderkesee die unten dargestellten Schilder aufgestellt.

 

Wenn jemand einen geeigneten Standort für die unten aufgeführten Schilder kennt, kann er nach vorheriger Absprache, diese beim NABU Ganderkesee, Hans Fingerhut Tel. 04222/1518 erhalten und dort aufstellen.

 

 

 

Das Rotkehlchen ist der Vogel des Jahres 2021.

Foto: NABU/Hartmut Mletzko

hier geht's zum Vogel des Jahres

Jedem Jahr sein Vogel - und das schon seit 50 Jahren

Seit 1971 küren LBV und NABU jährlich den "Vogel des Jahres". Auswahlkriterium ist die Gefährdung der Art oder ihres Lebensraums. Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen begleiten ein Jahr die Schutzmaßnahmen für den Vogel des Jahres.  

Im Jahr 2021 zum 50-jährigen Jubiläum der Aktion wird der Vogel des Jahres erstmals von ihnen, der Bevölkerung, gewählt. Die Vorwahl wurde im Dezember abgeschlossen und nun stehen 10 Top-Kandidat*innen zur Stichwahl ab 18. Januar. Ihre Stimme ist dann wieder gefragt, um aus diesen Vogelarten eine*n Sieger*in zu küren: Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe stehen zur Wahl. Information zu den Top-Ten Vogelarten finden Sie beim NABU.

Foto: LBV

Wahl zum Vogel des Jahres 2021

Der NABU - größter Umweltverband in Deutschland

Gib mir eine Stimme........

               von links: Luca Shraga, Joel Pochoday, Marc Kranz, Paul Bothe, Tjard Tietjen, Uwe                                           Scharf/Nabu Ganderkesee. Auf der Leiter  Joel Pochoday.

 

                   Fotos: NABU Ganderkesee

 

 

Mein erster Futterkorb

Impressionen am Futterkorb

Film: Hans Fingerhut

Anleitung Futterkorb

Ein kleiner Schritt für Sie und ein großer für die Wintervögel
Sie können schon ganz einfach helfen. Bauen Sie mit einfachen Materialien einen Futterkorb für die hier ansässigen Vögel.
Wintervögel Futterkorb.pdf
Adobe Acrobat Dokument 114.6 KB

Fotos: Rainer Fleischer

Nabu Ganderkesee

Der NABU Ganderkesee, eine der Ortsgruppen, organisiert im Landesverband Oldenburg, setzt sich auf vielfältige Weise für die Natur ein. Aktuell hat der NABU Ganderkesee etwa 430 Mitglieder. Die Ortsgruppe wird vom sechsköpfigen Vorstand geleitet, welcher von Hans Fingerhut als Vorsitzenden geführt wird. Themen wie, Schleiereulen- und Steinkauznisthilfen, Neophytenbekämpfung, biotopgerechte Pflege eines Schlatts, sind nur einige die wir bearbeiten. Weitere interessante Themen finden Sie unter der Rubrik Mach mit beim Nabu, in denen Sie sich Ihren Interessen entsprechend engagieren können. Hinzu kommen Exkursionen und die Teilnahme an der von vier Umweltschutzverbänden rund um den Hasbruch veranstalteten Vortragsreihe.

 

Einmal im Monat findet die Mitgliederversammlung statt, in der ein reger Austausch zu aktuellen Themen stattfindet. 

 

 

 

Machen Sie uns stark

Online spenden

Die Monatstreffen der Orts-gruppe finden im Regionalen Umweltzentrum Hollen, Holler Weg 33, 27777 Ganderkesee, statt und beginnen um 20:00 Uhr.

 

 

 

Die Monatstreffen finden bis auf weiteres nicht statt.

Insektensommer

Zählaktion

vom 04.-13. Juni 2021 

 

 

Rotkehlchen Vogel des 

Jahres 2021 

 

 

Leinenpflicht

 

                                    

             Der Turmfalke